
Die Talsperren der Nordeifel bilden bis heute das Rückgrat der Trinkwasserversorgung der Region Aachen. Die Vortragsreihe beleuchtet ihre Entstehung, technische Entwicklung und Bedeutung für Hochwasserschutz, Energiegewinnung und Wasserversorgung. Im Mittelpunkt dieses Abends steht die Dreilägerbachtalsperre. Die am 18.06.1912 eingeweihte Dreilägerbachtalsperre war ausdrücklich zur Gewinnung von Trink- und Brauchwasser für die Bevölkerung und aufstrebende Industrie des Landkreises und der Stadt Aachen konzipiert worden. Der ursprünglich als Einzugsgebiet der Talsperre vorgesehene Weserbach konnte mit der Abtrennung der ehemaligen deutschen Kreise Eupen und Malmedy an Belgien auf Grund des Vertrages von Versailles aus dem Jahre 1919 nicht verfügbar gemacht werden, so dass in den Jahren 1919 und 1920 über den Schleebach- und Hasselbachgraben weitere Wassereinzugsgebiete erschlossen wurden. Da damit jedoch auch nicht der wachsende Wasserbedarf gedeckt werden konnte, wurde in den Jahren 1924-1927 mittels des Kallstollens das Wassereinzugsgebiet des Keltzer- und Kallbaches in zwei Sammelbecken nahe Lammersdorf erschlossen. Diesen kleinen Becken folgte in den Jahren 1934 bis 1936 der Bau der Kalltalsperre mit einem Fassungsvermögen von ca. 2 Mill qbm.
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